Aktuell – News

22.09.2014

BelV copy

19.08.2014 bald fertig…

Ill- wg

13.08.2014 Wettbewerb Deutsche Botschaft Kairo

In dem offenen Wettbewerb kam unser Projekt in die zweite Runde.

Energiekonzept

07.07.2014 AG3  :(  Wettbewerb in Hard

AG3 wird in dem offenen Wettbewerb mit 57 Teilnehmern in der ersten Stufe Dritter! Leider konnten wir letztlich die Jury in der zweiten Stufe nicht überzeugen.

HRD2 FIN_Restaurant

16.06.2014 AG3 baut im Burgenland

25.10.2013 AG3 gewinnt Wohnbau Bauträgerwettbewerb in Wien!

10.10.2013 AG3 gründet: Agentur für Sperrgebiete der Architektur

08.05.2013 Portrait AG3 in der Presse

10.04.2013 Baustelle MHS34

27.02.2013 – AG3 ist EINS

24.01.2013 – Kommentar zur Planung des BER

18.01.2013 – Planungsbeitrag zur derzeitigen Situation der Asylwerber in Österreich

01.11.2012 – Schluss im Hearing „Kooperativer Planungsprozess Leopoldau“

17.10.2012 – In Planung: Dachgeschoss in Wien

Sanierung eines Gründerzeitobjektes inklusive Dachgeschossausbau in Wien.

24.09.2012 - Ausstellungsinstallation, Karlsplatz Wien

Leben auf der Flucht:
endlich.oesterreich
Grenz-Räume Asyl

11.09.2012 – Wettbewerb: Wohnbau, Studentenheim in Köln

10.09.2012 - Wettbewerb zur Neuerrichtung der Autobahnmeisterei in Stockerau

23.07.2012 – Palace Of Controversies

[mapping design controversies / virtues]
Für den partizipativen Planungsprozess der Stadt Mannheim über die Nutzung der ehemaligen militärischen Flächen, entwickelten wir einen real/virtuellen “Palast der Kontroversen”.

 

Wir sind das österreichische Glückskeks in einer postfordistischen, postkapitalistischen und zu großen Teilen postdemokratischen Gesellschaftsmaschine.

04.06.2012 – Ausstellungseröffnung “Geschichte(n) zur Kartause Mauerbach”. Ausstellungsgestaltung AG3, BDA – Link BDA

 

07.05.2012 – Unser neues Werkverzeichnis in gedruckter Form ist da! Bei Interesse können Sie es unter office@ag3.eu beziehen!

27.02.2012 AG3 geht online!

 

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Wettbewerb Deutsche Botschaft Kairo

RenderingEntwurfskonzept
Das Projekt versucht eine rationale, pragmatische Entwurfshaltung zu entwickeln, um somit ganz bewusst ästhetischen Strategien, wie einer nationalen Symbolik oder einer repräsentativen Zeichenhaftigkeit, zu entgehen. Atmosphärische Dichte soll auf den zweiten Blick entstehen, durch ein neu interpretiertes Zusammenspiel von Formgebung und lokalem Klima, Raumfolge und Funktionsabfolgen sowie einer Materialwahl in Abhängigkeit lokaler Nutzbarkeit, Verfügbarkeit und Wartungsleichtigkeit.

 

Kairo FunktionsschemaNutzungskonzept
Der strukturelle Aufbau der Botschaft richtet sich nach der räumlichen Inszenierung eines Hofhauses. Kanzlei und Residenz werden als getrennte Teile entwickelt, die jedoch im Gesamtgefüge eine räumliche Einheit bilden. Durch die umgebende raumhohe Mauer entsteht ein Quartier, eine Erdgeschosszone, die einen räumlichen Sockel bildet für die einzelnen Funktionen. Wege, Freiraum, Gebäude und Überdachungen bilden ein räumliches Mosaik, auf dem die beiden Hochbauten Kanzlei und Residenz aufbauen.
Die Kanzlei bildet einen 2-geschossigen Sockel, der ein großes Foyer umschließt. Darauf sitzt ein 4-geschossiger Büroriegel, der räumlich über die Residenz auskragt. Hauptzugang mit Außenwache erfolgt von der Berlin Street. Zugang  zur Visastelle erfolgt von der Hassan Sabri Street.
Die Residenz orientiert sich mit ihrer Zufahrt zur Berlin Street und bildet im EG einen großen Empfangsbereich zum Garten. Anlieferung erfolgt in einem Streifen zwischen Kanzlei und Residenz, der auch als Zugang zum Freibereich für die Mitarbeiter der Botschaft dient.
HOD-Wohnung, Aufenthaltsräume, Außenwache und Garagen bilden ebenfalls einen Streifen parallel zur Berlin Street.

Außenhülle / Nachhaltigkeit / Wirtschaftlichkeit
Die Grundidee folgt den klimatischen Anforderungen des Ortes. Der Sonne wird eine massive Wand entgegengesetzt, mit kleinen Fensteröffnungen. Einzig im Büroriegel der Kanzlei erhält die Nordfassade, mit ihren Büros, eine vorgesetzte zweischalige Fassadenkonstruktion, die viel Licht hereinlässt.
Die Residenz ist ebenfalls aus massiven Wänden geplant. Im Bereich des Empfangsteils soll versucht werden alte und neue Technologien so zu verbinden, dass eine repräsentative neue Gebäudestruktur entstehen kann. Es sollen  massive Lehmwände und natürliche Belüftungen durch überdachte kleine Höfe dies gewährleisten.

Energiekonzept

Freiraumkonzept
Die Freiraumgestaltung zielt auf eine Erhaltung und behutsame Ergänzung des Pflanzenbestands im bestehenden Garten. Der Empfangsbereich weist als repräsentative Elemente einen hochqualitativen Bodenbelag und eine umrahmende Bepflanzung mit Palmen auf. Der längs der südlichen Grundstücksgrenze hofartig verlaufende Freiraum wird als Erholungsraum für Mitarbeiter und erweiterbare Bürofläche interpretiert. Wiederum ist der Bodenbelag als grafisches Mittel raumprägend. Das Kairo Muster, Referenz an die lokale Alltagskultur, wird überdimensioniert dargestellt. Eine bewachsene Pergola und ein Wasserlauf, der in Anspielung auf die Bewässerungstechniken des Nil-Deltas linear ausgebildet ist, dienen der natürlichen Beschattung und Kühlung dieses flexibel nutzbaren Raumes.

EG

Grundrisse

Hauptansicht

 

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Wettbewerb Hard, Strandbadareal Thalerareal

Ziel des Projektes ist es die unterschiedlichsten starken Strukturen des Ortes – wie Landschaft, Bebauungen, Atmosphären, Raumbeziehungen – an einem großen, zum See orientierten Hafenplatz zusammenkommen zu lassen. Dies geschieht durch eine neue Dimensionierung des Platzes:

Ein großer freier Platz mit einer großen Rampe zum See, verbindet den See wieder mit dem Platz. Zwei filigrane Raumgerüste schließen den Platz nach Norden und Süden und verweben als räumliche Skulptur den Platz und die neuen Architekturen, wie Seebad, Restaurant und Yachtclub. Östlich des Hafenplatzes entsteht ein Baumkarree als Bindeglied zur Straße (als Begegnungszone) und als Empfangsraum für querende Radfahrer. Zum Zollhafen im Norden entsteht eine harte Kante gegliedert auf drei Höhenniveaus, als erweiterter Ruheraum zum Zollhafen. Im Nordwesten schließlich entsteht ein zweiter kleinerer Platz, als Empfang des Seebades, genauso wie als Vorplatz des Yachtclubs. Das Seebad erhält einen neuen Eingangsbereich und eine neues Fassung der Beckenareale. Im Norden der Halbinsel soll eine Tribüne entstehen, die als Landmark dem Ort Hard ein neues Seegesicht geben kann. Der Bereich östlich des Zollhafens wird als Parkraum neu gefasst, und zur Wasserkante als nördlicher Ausläufer des Platzes behandelt. Die bestehende Gastronomie erhält einen neu gefassten Vorplatz sowie eine neue Minigolfanlage.

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Wohnhausanlage Mühlschüttelgasse

1.Platz bei Bauträgerwettbewerb Gemeinschaftliches Wohnenin Wien, 21, 2013
Wohnen mit Kindern ist ein Experiment. Wenn kleine und große Menschen miteinander in einem Haus leben, passiert Einiges. Wachsen, Entwicklung und Veränderungen stehen am Tagesprogramm. Wohnen mit Kindern ist temporär und gestaltet das eigene Leben gänzlich neu. Doch haftet dem Wort Experiment ein Charakter an, der nicht unbedingt gleich an ein Leben mit Kindern denken lässt. So darf ein Laborexperiment scheitern, ein Leben mit Kindern darf es nicht. Gleiches gilt für die Architektur und im Besonderen für den Wohnungsbau. Ein Wohnbau für ein Leben mit Kindern ist demnach ein Paradox. Er ist ein Experiment und gleichzeitig darf er tunlichst nicht scheitern. Auf den Punkt gebracht, bedeutet Leben in Gemeinschaft mit Kindern und anderen Familien, die räumliche Organisation von Raum, oder besser: die räumliche Organisation von Bedürfnis nach Raum. Abseits der Architektur, deren Aufgabe es immer ist, gemeinschaftliche Dichte gestalten zu können, muss ein Wohnungsbau für das Leben mit Kindern auf wachsende und schrumpfende Raumbedürfnisse eingehen können.


Eine Wand ist aber nicht dynamisch, sondern statisch. Es braucht demnach neue experimentelle Gestaltungsstränge, wie temporäre Mietoptionen, große Zwischenräume, erweiterte Wohnbereiche, gemeinsame Gärten, oder gar neue Formen des Zusammenlebens, die auf aktuelle Familienformen, wie Ein-Eltern Wohngemeinschaften bestmöglich eingehen. Es ist an der Zeit zu versuchen die immer aktuelle Wohnform des Lebens mit Kindern neu zu denken.


In drei Sätzen: Das Projekt „Meins, Deins, Wir“ widmet sich dem Wohnen mit kleinen und großen Kindern in Floridsdorf. Es sollen neue architektonische Strategien aufgezeigt werden, die alten und neuen Familienstrukturen gerecht werden, indem Räume der Begegnung und der Bewegung, sowohl innerhalb einer Wohnung, als auch im ganzen Wohnbau entwickelt werden. Ziel ist es ein Wohnhaus für Familien zu planen, dass sich ganz individuell die luxuriöse Lage an der Alten Donau zu Nutze macht und gleichzeitig durch interne Struktur und Grundrisse, wachsenden und schrumpfenden Raumbedürfnissen eines Lebens mit Kindern gerecht wird.

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Kooperatives Verfahren Mellergründe

Das Planungsgebiet liegt an der Schnittstelle dreier unterschiedlicher Stadtstrukturen (1. Industrie, 2. „Vorort-Wohnen“ und 3. Liesinger Platz/großvolumiger Wohnungsbau) sowie zweier wichtigen Raumordnungsachsen: der Bahnlinie (einer Siedlungsachse laut STEP 2005) und einer wichtigen Grünraumachse: der Liesing.
Die Anbindung des Gebietes an den Ortskern und die ÖV-Erschließung erfolgt – fußläufig! – durch ein Nadelöhr, das jedoch gleichzeitig schon Bahnsteig ist. Ein Wohnen ohne Auto wäre möglich. Naherholungsgebiete und Stadtzentrum sind ohne PKW in Minuten zu erreichen.
Der STEP 2005 weißt das erweiterte Planungsgebiet sogar als „Hochausstandort mit ausreichender ÖV-Erschließung aus, dass jedoch aus der Lage im Stadtgefüge zurzeit bedingt
geeignet sei” (ebd. 194).

Mögliche weitere Planungsschritte
müssten/könnten folgende Thematiken beinhalten:
1. Eine Diskussion darüber, welche Stadtstruktur auf dem Planungsgebiet fortgeführt wird, oder überlagert wird, oder… (Dichte, GFZ, Höhe, Siedlungsachse)
2. Die Anbindung an den Liesinger Platz muss Aufgabe der Planung sein.
3. Die räumliche Einbindung der Grünraumachse Liesingbach.
4. Lösen des „wilden Park&Ride“.
5. Keine Angst vor Industrie!
6. Keine Angst vor „Vorstadt-Wohnen“!
7. MUT – die Achse, beginnend vom Aquädukt, Rob Kriers Wohnbau von 1987,
Liesinger Brauerei 2012, Flaniermeile 2011 und Liesinger Platz 2004 mit einem
guten Endpunkt abzuschließen.

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Wettbewerb Wohn- und Pflegeheim

Wettbewerb Wohn- und Pflegeheim Nussdorf-Debant, 2013

Wie will ich wohnen, wenn ich alt bin?
Zwei völlig unterschiedliche Strukturen müssen in einem Wohn- und Pflegeheim unter „ein Dach“ gebracht werden: ein Krankenhaus und ein Wohnhaus.
Ausgangspunkt des Entwurfs war die Idee neun WohnHÄUSER, ein KrankenHAUS und eine StadtHALLE um einen DORFPLATZ und einen GARTEN zu gruppieren. Die Logik der Struktur des Pflegens, lässt drei WohnHÄUSER auf drei Ebenen entstehen und eine in den Hang eingegrabene StadtHALLE mit angrenzender Tiefgarage. In diese Raumstruktur werden der vertikale DORFPLATZ und der vertikale GARTEN eingeschnitten. So entsteht die räumliche Struktur einer liegenden 8.


Der DORFPLATZ und der GARTEN gliedern das Gebäude und sind die innere Fassade der einzelnen „Häuser“. Der Aufenthaltsraum mit Wohnküche und Essplatz orientiert sich gleichzeitig nach innen und außen. Der Pflegestützpunkt (Theke) kann so alle Bereiche – sogar über mehrere Geschosse -  gut einsehen. Besprechungszimmer und Versorgungsräume können platzsparend zusammengelegt werden.

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Wohnhausanlage Tulln

95 Wohnungen, Niedrigenergiehaus,Fertigstellung Juni 2010,
Annerkennung NÖ Baupreis 2010, 3430 Tulln, Am Mittergwendt 16/ Zeiselweg 36

Die Tiefgarage ist eine Kathedrale! Die Wohnungen sind schnell verkauft worden. Helle, zweiseitig orientierte Wohnungen, die ein nachträgliches Extrazimmer ermöglichen. Fahrradräume im Erdgeschoss und Bewohner die die Anlage loben, da sie wie ein kleines Dorf für sie sei.

Den Wettbewerb gewannen wir als sehr junges Team und begannen somit nicht mit Dachgeschoßausbauten, sondern mit einem Projekt von 12 Millionen Euro Bausumme. Kurz gesagt: Heute steht alles so, wie wir es im Wettbewerb geplant hatten. Das wundert uns – ehrlich gesagt – am meisten.

Dazu verhalf aber vor allem auch ein Bauherr, der wusste was er wollte und uns junges Team die Chance gab uns auch als ausführende Architekten zu beweisen. Danke.

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Wohnhausanlage Gerasdorfer Straße

63 Wohnungen, 1. Platz Bauträgerwettbewerb 2011

In dem Bauträgerwettbewerb nahm unser Grundstück eine zentrale Position ein. In der Mitte gelegen, musste nicht nur ein städtebauliches Raster entwickelt werden, dass angrenzende Bebauungen „mitdenkt“, sondern auch eine Art Gemeinschaftsfläche geschaffen werden, die dem Ganzen ein Zentrum werden kann.

Gefordert waren architektonische Konzepte zur Steigerung der Sicherheit der gesamten Anlage. Außerdem sollte es soziale Allgemeinräume geben, die nicht leer stehen. Mit der Idee einer landschaftlich gestalteten großen Rampe, die einen kleinen Vorplatz vor einer Fahrradwerkstatt schafft, „schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe“: Die Tiefgarage ist offen und natürlich belüftet – somit kein Angstraum mehr.

Die große Rampe ist Spielplatz, Rodelrampe im Winter oder Tribüne im Sommer.

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AG3 in der Presse

architekturjournal wettbewerb 2/2013, 308

 

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Eine Ode an das erste Mal

Liebe (eventuell zukünftige) Bauherren! Es ist zum verrückt werden. Als junges Büro dürfen wir an keinem größeren Wettbewerb teilnehmen, da wir noch keine drei – Kindergärten, Schulen, Banken, Krankenhäuser, Flughäfen (die Liste bitte selbst fortsetzen) – gebaut haben. Wir fangen erst an. Wie soll man das denn anders machen? Mein Leben ist voller erster Male: Schule, Uni, Diplom, Vaterschaft, realisierter Geschosswohnungsbau, eigenes Büro: es klappt ganz gut. Keine Beschwerden soweit. Schauen wir doch mal nach Berlin. Dort baut ein äußerst erfahrenes, international angesehenes Architekturbüro einen Flughafen. Und, besser? Da ist ihr erster Flughafen, den sie ohne „Erfahrung“ geplant haben weit besser gelaufen. Oder schauen wir zu Hamburgs Elbphilharmonie, Stuttgarts Bahnhof, Berlins Staatsoper, Dresdens neue alte Frauenkirche oder der Skylink in Schwechat: Alles erfahrene Planer, aber auch nicht besser. Also – der Glaube an eine Planungssicherheit durch Erfahrung ist falsch. Das erste Mal ist nicht schlechter. Probieren Sie’s aus. Wir wären bereit!

(Hintergrundbild: Screenshot der Homepage http://ber.berlin-airport.de/, 24.01.2013)

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Ich bin im LEO!

Beitrag zum kooperativen Planungsprozess Entwicklungsgebiet Neu Leopoldau, Wien.

Wir glauben, dass das Entwerfen eine lebendige, sich verändernde, kulturelle Praxis ist, die nicht nur durch eine (gute oder schlechte) Theorie bestimmt ist, sondern mindestens ebenso durch ein „Machen“. Die Mittel, Werkzeuge und Methoden des „Machens“ – die operationalisierenden Medien des Entwerfens – sind keine dem Entwurfsprozess äußerlichen Mittel, sondern im Gegenteil, Kern dieses Prozesses. Entwerfen heißt für uns immer Kommunizieren. Kommunizieren mit dem eigenen Team, dem Bauherrn, dem Magistrat, dem Konsulenten, dem Nutzer, den Anrainern, den Medien, aber letztlich auch mit der Idee, mit dem Material, dem Ort, der Funktion. Erst in diesem Prozess des Dialogs können Widerstände entstehen, an denen Ideen sich reiben, sich entwickeln oder manchmal auch sterben. Dieses Kommunizieren – und kooperative Planungsprozesse sind nichts anderes- können ebenso gestaltet werden wie ein Objekt. Das macht Spaß.

Das Planen zu planen, neue Strategien zu entwickeln, Prozesse zu starten oder anders gesagt das eigene Entwerfen mit verschiedensten Entwurfsmethoden zu verändern, bedeutet es zu erweitern. 

Dies kann auch Scheitern. Aber es bedeutet immer Fortschritt (als Gegenteil von Stillstand). Wir erarbeiten uns unsere Entwurfsideen stets im Dialog, in denen die unterschiedlichsten Ansätze und Ideen im Gespräch nicht einfach fertig ausgearbeitet „präsentiert“ werden, sondern vielmehr erst durch und während des Dialogs miteinander entstehen.

Unsere Absicht ist es in jedem Workshop ein Experiment zu initiieren, ein Spiel zu spielen, einen Dialog zu starten, einen Impuls zu setzen – kurz gesagt: siebenmal zu handeln. Hierfür werden sieben verschiedene Strategien und Schwerpunkte entwickelt, die sieben individuellen Ansätzen und Schwerpunkten folgen. Jedes „Spiel“ hat eigene Regeln. Diese sieben Dialoge sind keine voneinander unabhängigen Übungen, sondern sie bauen aufeinander auf, nehmen Themen des Workshops auf und denken diese weiter.

Das Ziel ist es, sich zunächst einmal gewohnten Denkmechanismen und bereits existenten Vorstellungen und Lösungen zu entziehen, diese bewusst zu stören. 

Gemeinsam soll somit Raum für Visionen und Ideen geschaffen werden. Die vorgegebenen Themen (a) Einbettung des Gebietes in den städtischen Kontext, (b) Städtebau, Nutzungen, urbane Dichte, (c) Mobilität und Erschließung und (d) Grün- und Freiraum, werden jeweils – entsprechend des Settings – einzeln oder zu mehreren in den Experimenten bearbeitet und am Ende zusammengespielt. Die sieben von uns hier konzipierten Gestaltungsvorschläge für die einzelnen Workshoptage sind jedoch nicht als ein starres Raster zu verstehen, sondern sollen nur eine Initiierungsidee – ein Anfang – sein. Wie in jedem Dialog üblich, „wandert“ das Gespräch mal in die eine, mal in die andere Richtung. Unser Konzept ist flexibel und versteht sich als Methode, um den entstehenden Dialog zu „rahmen“, ähnlich einem Moderator einer Gesprächsrunde. Dieser „Rahmen“, der je nach Experiment, mal die Gestalt eines gemeinsam gebauten Modells hat, mal eine Collage oder Zeichnungen sein kann, mal ein Text, mal eine kleine Installation oder Intervention, manifestiert sich in eben diesen verschiedensten Darstellungsmedien. Am Ende entsteht so ein neues Objekt:

Die Ergebnisse ergeben ein neues „Ding“, einen eigenständigen Abdruck der Workshop-tage, der mehr ist, als die Summe seiner Teile. 

Am letzten Tag soll dieser gemeinsam konstruierte Ideenraum, Projektionsraum wieder an seinen Ort (zurück)gebracht werden. Unsere Rolle sehen wir dabei, neben der Konzipierung und Vorbereitung, sowohl in der Moderation dieser Prozesse, als auch in der aktiven Teilnahme, Beobachtung und nachträglichen Aufbereitung. Die Durchführung der spielerischen Experimente sollten im Vorfeld mit dem Kernteam abgestimmt werden. Wichtig ist unserer Erfahrung nach, einen klar definierter Ablauf von maximal 2-3 Stunden. Wie bei einem Spiel, müssen die Spielregeln aufrecht bleiben, die Workshopteilnehmer „im Spiel“ bleiben. Das bedeutet auch: Wer keine Lust hat, muß nicht mitspielen!

 

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EMB41

Sanierung eines Gründerzeitobjektes inklusive Dachgeschossausbau in Wien.

Für eine Bauträger sanieren wir ein bestandsfreies Gründerzeitobjekt und errichten Dachgeschosswohnungen in Margarethen. Fertigstellung der Geschosswohnungen Ende 2012. Fertigstellung der Dachgeschosswohnungen Ende 2013.

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Tel-Aviv-Straße, Köln

Wettbewerb, geladen und (trotzdem) verloren.

Realisierungsteil (Wohnungsbau): 7’500,- Wohnnutzfläche
Ideenteil (Studentenheim und Gewerbe) : 13’000,- Nutzfläche

„Die Kölner Überlieferung liebte den klaren harten Würfel des Baukörpers, in den sie große und kleine Fenster schnitt, wie und wo es ihr paßte, und sie liebte auch die gläsernen Wände“ (Rudolf Schwarz).

Idee
Rudolf Schwarz schreibt 1950 in seinem Vorentwurf für „Das neue Köln“ von einer Architektur der „klare(n) helle(n) Zweckformen“ (Schwarz 1950: 81) und wünscht sich: „(…) diese neuen Häuser mannigfachsten Zwecks sollen eines haben: helle Gegenwärtigkeit, eine reelle Tüchtigkeit, die bequeme Lässigkeit des Zivilen und können ein weiteres haben – und das liegt beim Vermögen unserer Architekten – : Menschlichkeit, Heiterkeit, Anmut und Schönheit“ (ebd. 81). Mehr als 60 Jahre später scheint dies immer noch aktuell. Vertieft man sich etwas mehr in seiner Deskription des Kölnischen „Stils“ interessiert vor allem seine Idee des Gegensatzes von „Grundrißlichen“ und „Aufrißlichem“. Während der Grundriss ein „Abstraktes, ein Liniengefüge“ (ebd. 77) ist, das letztlich (nicht nur unser Leben) gestaltet, vermag erst der Aufriss „zum Konkreten“ zu führen, uns eine Anschauung zu geben (vgl. ebd.). „Das Kölnische liegt im Grundrißlichen, im Maßstäblichen, nicht im Detail“ (ebd. 80). Dies vor Augen habend, hat das Projekt 065056 zum Ziel, ohne viele „architektonische Worte“ ein innerstädtisches Wohnhaus zu sein: groß, einfach strukturiert, städtisch.

Die städtebauliche Konzeption des Realisierungsteils ist einfach: ein L-förmiger schlanker Zeilenbau. Somit entsteht ein räumlich gut ausformulierter Gebäudeblock zwischen Perlengraben, Blaubach und Tel-Aviv-Straße (TAS) sowie ein unabhängiger Bereich des Ideenteils (Tortenstück). Der Wohnungsbau nimmt dabei die Flucht des Finanzamtes auf und schließt das Grundstück zur Mengelbergstraße ab. Im entstehenden Hof ist ein viergeschossiger Wohnblock geplant. Der Gebäudetrakt zur TAS hat eine Gesamthöhe von 22,50 und bleibt so deutlich unterhalb des Finanzamtes (und verzichtet auf ein Staffelgeschoss). Diese Höhe staffelt sich im Trakt der Mengelbergstraße (aufgrund der Abstandsfläche) hinab auf die Höhe von drei Geschossen.
Im Ideenteil nimmt eine große schräge Ebene fast die ganze Größe des Grundstücks ein. Diese – von der Mengelbergstraße und TAS begehbare – Stadtlandschaft (mit gewerblicher Nutzung) steigt von einer eingeschossiger Bebauung, gegenüber des Hochhauses, zu einem aufragendem Keil (von 11 Meter) an der Ecke Perlengraben/TAS. Darauf „steht“ ein studentischer Wohnblock, gegliedert in vier Bauteile um einen großen Hof.

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ABM Stockerau

Wettbewerb zur Neuerrichtung der Autobahnmeisterei in Stockerau

Die Konzeption des Projektes hat den klassischen „Bauhof“ zum Vorbild. Dieses ermöglicht ein autarkes System als Antwort auf die Lage und Ausrichtung des Grundstücks. Der Hof „klappt“ sich im Südosten auf und nimmt so Bezug zum angrenzenden Wald. Das Verwaltungsgebäude sitzt als Kopf am Eingang des Areals und orientiert sich gleichzeitig als wahrnehmbares Zeichen zur Straße.
Um den Innenhof gruppieren sich die verschiedenen Funktionen. Dieser Hof gewährt die bestmögliche Übersicht (und lässt sich ebenso gut verschließen). Im Norden des Grundstück sind die Parkplätze gruppiert, genauso wie die abgezäunten Freilagerflächen.

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Schloss Schwadorf

Wettbewerb 2. Platz. Der private Schlossbesitzer lobte einen geladenen Wettbewerb zur Adaptierung des barocken Schüttkastens in einen Wohnbau aus .

Geplant wurden 4 Wohneinheiten, die sich mit den vergrößerten Fenstern und den Balkonen Richtung Süden zum Schlosspark öffnen. Das vorgestellte Balkongerüst bedeutet einen minimal invasiven Eingriff für den Bestand. Gleichzeitig wird versucht, die streng blockhafte Fassade der neuen Schauseite zu gliedern.Im Inneren wurde das für den Bautypus “Schüttkasten” markante Traggerüst aus Holz in den Wohnraum integriert.

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Ausstellungsinstallation, Karlsplatz Wien

26.09.-07.10.2012
Erföffnung 26.09.2012, 10h
Finissage 06.10.2012, 19h 

Leben auf der Flucht:
endlich.oesterreich
Grenz-Räume Asyl

Kurzinfo
Die Architektengruppe AG3 wurde von Ärzte ohne Grenzen und Verein Ute Bock eingeladen, einen Beitrag zu der Wanderausstellung „Leben auf der Flucht“, am Karlsplatz in Wien, zu realisieren. Als architektonisch-künstlerisches Extrakt des Forschungsprojekts „endlich.oesterreich. Grenz-Räume Asyl“ (gefördert im Rahmen vom Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur – BM.UKK) plant AG3 eine räumliche Installation, die das Leben auf der Flucht in Österreich dokumentieren wird.

Hintergrund Forschungsprojekt „endlich.oesterreich“
Anders als Touristen präsentiert sich Österreich Flüchtlingen nicht mit Alpen, Sisi, oder Mozartkugeln, sondern mit kostengünstigen, leicht zu reinigen Lager-Architekturen. Der Mensch wird nicht umworben, sondern zum logistischen Problem, zum verwaltetem Objekt, zur Statistik. Der derzeitige Umgang mit Asylsuche in Österreich, wie auch in Europa, produziert vielschichtige mehrdimensionale Grenzräume. Die (Außen-)Grenze eines Landes verlagert sich in die Mitte einer Gesellschaft. Grenzlinie wird zu Grenzraum. Das Asylheim ist fremder Raum, inländisches Ausland, Grenze. Es wird überwacht, bewacht und kontrolliert. Lagerraum. Warteraum. Das Projekt versucht eine neue architektonisch künstlerische Sicht auf die bestehende räumliche Substanz des Einwanderungslandes Österreich zu entwickeln. Der derzeit stattfindende Diskurs um das stark politisierte Konfliktthema Asyl soll räumlich dokumentiert werden. Es werden Darstellungsmethoden der Architektur auf die bestehende räumliche Struktur von Erstaufnahmestellen, Bundesbetreuungsstellen, Fluchträume, Zwischenräume, Flüchtlingslager, Asylheime, Schubhaftzentren und Übergangsheime angewendet.

Die Dokumentation bildet ab ohne zu werten. Der Raum wird als Architektur betrachtet, dargestellt in technischen Zeichnungen und Beschreibungen. Zusätzlich wird der juristisch konstruierte „Rechtsraum“ indem sich die Flüchtlinge befinden visuell dargestellt. Wie sich im Laufe des Projekts gezeigt hat spielt dieser juristische Raum ein wichtige Rolle für die „Gestaltung“ der Räume des Asyls. Ziel ist es den IST-Zustand in einen IDEE-Zustand zu verrücken. Die Darstellung verfremdet, idealisiert das zu untersuchende Objekt, verändert den Kontext der Betrachtung. Die Realität kommt in dieser Darstellung der Gesellschaft in einem neuen, anderen Zustand nahe – als Planung, als Zeichnung, als Ziel, als Form, als Absicht.
Im Rahmen des Schütte-Lihotzky Stipendiums 2011 hat AG3 mehrere Wohnobjekte in Wien dokumentiert. Die Publikation mit allen Ergebnissen der Forschungsarbeit soll Ende des Jahres 2012 veröffentlicht werden.

 

Installation Karlsplatz
In der Installation am Karlsplatz soll ein einzelner der dokumentierten Räume im Maßstab 1:1 nachgebaut werden. Der Wohnraum von vier Asyl suchenden Männern aus einem Gründerzeithaus in Wien steht exemplarisch für ein Leben auf der Flucht in Österreich. Auf den ersten Blick nicht sichtbar, werden diese Grenzräume des Asyls erschaffen (entworfen!) und verwaltet durch ein Geflecht an juristischen Verordnungen, Gesetzen bis hin zu Hausordnungen von Asylheimen. Die Installation macht die juristischen Räume eines „Lebens auf der Flucht“ sichtbar, indem sie als Werbetexttafeln (IKEA) im Raum hängen.
Der nachgebaute Raum ist ein festgehaltener Moment während unserer Dokumentation,  ein gebautes „Standbild“: Es ist Juni 2011, früh am Morgen, aber schon heiß. Die Fenster sind mit Tüchern abgehängt. Zwei Fernsehgeräte laufen, eine Ventilator – ebenso ein Radio in der Küche. Die vier Männer kennen sich kaum. Einer der vier wird nächste Woche von der Polizei abgeholt, weiß dies aber heute noch nicht. An der Wand hängt eine alte Österreichfahne aus Plastik, inmitten einer Plastikpflanze. Die Uhr an der Wand ist stehen geblieben und zeigt 1:26h. An der Wand steht ein Bügelbrett mit Bügeleisen, kalt. Ein Bewohner zeigt uns mit Stolz und Ekel eine erlegte Ratte. Die Stimmung ist gut. Wir bekommen einen Eiweißhaltigen Kraft-Energiedrink als Gastgeschenk (Vermutung, da die Schrift nicht lesbar ist), bedanken uns und gehen. Wir hatten kein Geschenk dabei.

Asyl und Architektur?
Können Räume der Flucht geplant oder gar entworfen werden? Können Schubhaftzentren „gut“ funktionieren, von den „Nutzern“ gelobt werden oder etwa „schön“ sein. Diese Formulierung scheint absurd. Tatsache ist, dass Räume des Asyls in kostengünstigen Lager-Architekturen stattfinden. Dies sind in Österreich vor allem leerstehende Gebäude, wie Kasernen, Wohnbauten oder ehemalige Gasthäuser, die möglichst vor der Bevölkerung „versteckt“ liegen sollen. Hinter diesem zunächst rein wirtschaftlichen Aspekt, steckt jedoch auch ein indirekte (Planungs-)Absicht. Die Lebensräume der Flüchtlinge sind geprägt durch die Situation der Ausnahme. Die Gesetze und Verordnungen schaffen juristische Zwischenbereiche. In diesen Grauzonen scheint die Illegalisierung der Flüchtlinge de facto gesellschaftlich geplant. Giorgio Agamben nennt in seinem Buch „Homo sacer. Die Souveränität der Macht und das nackte Leben“ (1995) das Lager einen „absoluten Ausnahmeraum“ (ebd. 30). „Das Besondere der Situation, die im Ausnahmezustand geschaffen wird, besteht darin, daß sie weder als faktische noch als rechtliche Situation bestimmt werden kann, sondern dazwischen eine paradoxe Schwelle der Ununterschiedenheit errichtet“ (ebd. 28). Dieser juristisch konstruierte Ausnahmeraum ermöglicht es, dass Menschen außerhalb des Gesetzes eines Landes stehen können, indem sie sich befinden. Der geplante „Ausnahmeraum“ Asyl ist zudem meist temporär – also auch immer prekär. Während zum Beispiel das Gefängnis (offiziell Justizanstalt) kein Ausnahmeraum einer Gesellschaft ist, da sich die Insassen immer innerhalb des Gesetzes einer Gesellschaft befinden – indem sie gegen diese verstoßen haben – sind die Asylwerber oder Flüchtlinge eben nicht „innerhalb“ des Gesetzes, da erst entschieden werden muss, ob sie in die Gesellschaft (und ihre Gesetze) aufgenommen werden. Die Wohn- und Lebenssituation des Häftlings ist demnach im Unterschied zum Asylwerber nicht prekär. Die Architekturen des Asyls (ob geplant oder nicht) folgen also beschreibbaren Regeln. Der Begriff des Lagers spielt dabei eine zentrale Rolle.

Ziel unseres Projektes ist es zunächst einmal die Thematik Asyl in der Disziplin der Architektur zu verorten. Dazu müssen Grundlagen entstehen, Analysen, Diskurse, Dispute und letztlich Ideen. Architektur – als Kulturpraxis – kann mehr als Herrschaftssymbole zu manifestieren (PRADA Shops, Banken, Kunstmuseen, Eliteuniversitäten, usw.). Architektur kann Gesellschaft anders denken. Ganz bestimmt!

Sponsoren und kooperierende Organisatoren:
Verein Ute Bock, Ärzte ohne Grenzen, UNHCR, BM.UKK, Demontage- und
Recycling-Zentrum (D.R.Z.), IKEA, maxdomus, Plot-Service Schiessling, ORF.

>> Link/Info zu Leben auf der Flucht: Ärzte ohne Grenzen

Photos by WOLF LEEB

 

Wir bedanken uns recht herzlich bei all unseren SPONSOREN >>Link

 

 

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Palast der Kontroversen

»Palace Of Controversies«
mapping design controversies / virtues

BACKGROUND:
Participatory planning processes are a political decision. Participatory planning takes time, it may produce controversies and planners often don´t really like it. The chance for media attention is higher when working with clear hierarchical decision- and power structures – e.g. in China, Dubai or Russia. Which architects are generally known for big participatory planning projects? None!
Planning for a large number of different actors requires new strategies, new ways of thinking. The most important difference being: The finished design, including the author (architecture is currently always connected with persons) is finally only another actor in the vast and interconnected network of a planning process. Yet even more importantly: Controversies are good, not bad.

METHODOLOGY: mapping design controversies
For the urban development and conversion in Mannheim we suggest to locate and map the different ideas of actors in a real/virtual installation. Starting with Cedric Price’s Fun Palace, a democratic aesthetic dataspace will be constructed, which is based on the existing results of the „Weißbuch“.  We will replace the frame which is used for the Fun Palace with four ancient philosophical terms: the cardinal virtues of Marcus Tullius Cicero, published in the book: »De Officiis« (44 B.C.). The four virtues are: (1) Prudence (sapientia/prudentia), (2) Justice (iustitia), (3) Fortitude or Courage (fortitudo, magnitudo animi) and (4) Temperance and Restraint (temperantia).

The current planning process will look entirely different when newly framed and rearranged according to the virtues. The old terms help to open up a new perspective. Facts start to be doubted. The initially perceived contradictoriness between the philosophical virtues and the planning process in Mannheim will dissolve quickly. A „palace of controversies“ will appear.

GOAL: A Palace Of Controversies
The „Palace of Controversies“ is a temporary real/virtual installation showing the current controversial process of the “Konversion” in Mannheim. By doing so, it monitors the process, materializes it, evaluates it and thus starts interacting as an actor by itself.

Phase 01 of our strategy is to develop and design a code which adapts „live“ to changing parameters and if therefore never finished. Various actors and their concerns can thus be located and made visible. The weighting of the parameters according to the cardinal virtues creates a neutral but not meaningless space for our planning. Phase 01 is our design input.

Phase 02 of the project „Palace Of Controversies“ shall be developed during a workshop on-site. The aim is to communicate with the public, the media and finally with the location itself. Strategies to implement the „Palace of Controversies“ should be developed through participatory planning processes. One can imagine the project „Palace Of Controversies“ as a publicity campaign without any commercial utilization.

TECHNICAL DESCRIPTION
A 3D virtual matrix is put on the map of Mannheim (in GOOGLE EARTH). The sites of the conversion, as well as the city, the rivers, and part of the important infrastructure are the knots of the matrix. Working with the parametric software of GRASSHOPPER for RHINO, a specific algorithm is programmed to evaluate – and that is to combine – different parameters to construct a 3D virtual matrix. This process is meant to be running in real-time, always changing and adapting the different input parameters.

 

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MAU 2

Ausstellungsgestaltung, Kartause Mauerbach, Bundesdenkmalamt

3,5 x 3,5 x 3,5 Die Form nimmt sich zurück. Die Dimension nicht – wozu auch. Kontextualität? – nicht mit uns, nicht hier! Ein Objekt, so schön erratisch, dass es bleiben darf… über die Ausstellung hinaus – uns freuts!

 

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Haus ILL

Umbau / Neubau, Einfamilienhaus Burgenland.

Die Bauherren wünschen sich ein Ferienhaus. Geplant ist die alte Struktur eines typischen alten burgenländischen Flurgrundstückes zu erhalten und neu zu interpretieren. In die ehemalige Scheune wird ein neues Haus eingesetzt. Das „Haus im Haus“ schafft Zwischenbereiche, die als erweiterter Raum nutzbar werden. Zwischen Alt und Neu entsteht ein Bereich der Verschwendung: Luxus!

L1170996

Ill- wg

Ill-treppe innen

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DAW19

Errichtung von 3 Dachterrassenwohnungen in 1020 Wien. Fertigstellung März 2012

Entwicklung eines Gründerzeitobjektes für einen Bauträger in Wien 2. Zur Ausführung kamen die zwei obersten Geschosse sowie der Ausbau des Dachgeschosses. Durch das Zusammenlegen mehrerer Wohneinheiten wurden zeitgemäße Grundrisse geschaffen. Die Sanierung umfasste die Infrastruktur des gesamten Objektes. Die Wohnungen entsprechen konstruktiv und bauphysikalisch einem zeitgemäßen Standard.

Zusätzlich wurden große Balkone in den grünen Innenhof errichtet. Das Dachgeschoss bietet Platz für zwei Maisonettewohnungen und eine Etagenwohnung mit Balkonen und Terrassen auf allen Ebenen. Die Wohnungen wurden belagsfertig geplant und errichtet.

 

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GRS8

Umbau und Erweiterung eines Objektes in 1190 Wien – in Arbeit

Errichtet 1908. Unverändert über 100 Jahre. Dieses Objekt zeigt sich seit seiner Errichtung im selben Kleid- Innen wie Außen. Und doch müssen wir es in das 21. Jh. transformieren. Der erhaltenswerte Bestand wird behutsam saniert. Die Grundrisse an die Bedürfnisse einer zeitgenössischen großen Familie angepasst.

Der Anbau bleibt schlicht und wird das neue Zentrum – alles richtet sich in Zukunft auf den südseitigen Garten. Die Schauseite bleibt unverändert. Das Gebäude will es so- die Schutzzone auch.

 

 

 

 

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“endlich.österreich” – GrenzRäume Asyl

Anlässlich der derzeitigen Situation in Wien:

Architektur und Asyl?

Falsche Menschen oder falsche Haltung?

Text und Bild: AG3

Können Räume der Flucht geplant oder entworfen werden? Können Schubhaftzentren „gut“ funktionieren, von den „Nutzern“ gelobt werden oder gar „schön“ sein. Ein Schubhaftzentrum auf einem Hochglanzmagazin, gelobt wegen seiner Nachhaltigkeit? Schwer vorstellbar? Tatsache ist, dass Räume des Asyls in kostengünstigen Lager-Architekturen stattfinden. Dies sind in Österreich vor allem leerstehende Gebäude, wie Kasernen, Wohnbauten oder ehemalige Gasthäuser, die möglichst vor der Bevölkerung „versteckt“ liegen sollen. Hinter diesem zunächst rein wirtschaftlichen Aspekt, steckt jedoch auch eine indirekte Planungsabsicht. Die Lebensräume der Flüchtlinge sind geprägt durch die Situation der Ausnahme. Die Gesetze und Verordnungen schaffen juristische Zwischenbereiche. In diesen Grauzonen scheint die Illegalisierung der Flüchtlinge de facto gesellschaftlich geplant. Giorgio Agamben nennt in seinem Buch „Homo sacer. Die Souveränität der Macht und das nackte Leben“ (1995) das Lager einen „absoluten Ausnahmeraum“ (ebd. 30). „Das Besondere der Situation, die im Ausnahmezustand geschaffen wird, besteht darin, daß sie weder als faktische noch als rechtliche Situation bestimmt werden kann, sondern dazwischen eine paradoxe Schwelle der Ununterschiedenheit errichtet“ wird (vgl. ebd. 28). Dieser juristisch konstruierte Ausnahmeraum des Lagers ermöglicht es, dass Menschen außerhalb des Gesetzes eines Landes stehen können, indem sie sich befinden. Der geplante „Ausnahmeraum“ Asyl ist zudem temporär – also immer prekär.

Anders als Touristen präsentiert sich Österreich Flüchtlingen nicht mit Alpen, Sisi, oder Mozartkugeln, sondern mit kostengünstigen, leicht zu reinigen Lager-Architekturen. Der Mensch wird nicht umworben, sondern zum logistischen Problem, zum verwaltetem Objekt, zur Statistik. Der derzeitige Umgang mit Asylsuche in Österreich, wie auch in Europa, produziert vielschichtige mehrdimensionale Grenzräume. Die (Außen-)Grenze eines Landes verlagert sich in die Mitte einer Gesellschaft. Grenzlinie wird zu Grenzraum. Das Asylheim ist fremder Raum, inländisches Ausland, Grenze. Es wird überwacht, bewacht und kontrolliert. Lagerraum. Warteraum.

Eine Lösung in Wien ist einfach: Das Gerüst an der Votivkirche, in der gerade Menschen Asyl gewährt wird, ist keine Arbeitsgerüst, wie man vielleicht vermuten würde, sondern dient einzig als riesiges Werbeschild. Diese sinnlose Raumfassade könnte ausgebaut werden und  – ganz im Sinne praktisch genutzter Utopien der 1960er Jahre – zur temporären, von der Werbung finanzierten Unterkunft werden. Aber auch weitere Utopien der damaligen Zeit, bieten gute Lösungsansätze.

Erstes Ziel muss es sein die Thematik Asyl in der Disziplin der Architektur zu verorten. Dazu müssen Grundlagen entstehen, wie Analysen, Diskurse, Dispute und letztlich Ideen. Architektur kann mehr als Herrschaftssymbole zu manifestieren oder schöne Einkaufserlebnisse zu gestalten (Banken, Museen, Universitäten, PRADA Shops, usw.). Architektur kann Gesellschaft anders denken. Ganz bestimmt!

(in Hommage an „Flugzeugträger in der Landschaft“, 1964, Hans Hollein)

(in Hommage an „Exodus, or the Voluntary Prisoners of Architecture“, 1993, Rem Koolhaas: (Koolhaas, R. (1995). S,M,L,XL. New York, The Monacelli Press, Inc.)

 

Margarete Schütte-Lihotzky Projektstipendium, 2011

Anders als Touristen präsentiert sich Österreich Flüchtlingen nicht mit Alpen, Sisi, oder Mozartkugeln, sondern mit kostengünstigen, leicht zu reinigen Lager-Architekturen. Der Mensch wird nicht umworben, sondern zum logistischen Problem, zum verwaltetem Objekt, zur Statistik. Der derzeitige Umgang mit Asylsuche in Österreich, wie auch in Europa, produziert vielschichtige mehrdimensionale Grenzräume. Die (Außen-)Grenze eines Landes verlagert sich in die Mitte einer Gesellschaft. Grenzlinie wird zu Grenzraum. Das Asylheim ist fremder Raum, inländisches Aus-land, Grenze. Es wird überwacht, bewacht und kontrolliert. Lagerraum. Warteraum.

Das Projekt soll versuchen eine neue architektonisch künstlerische Sicht auf die bestehende räumliche Substanz des Einwanderungslandes Österreich zu entwickeln. Der derzeit stattfindende Diskurs um das stark politisierte Konfliktthema Asyl soll räumlich dokumentiert werden. Es sollen Darstellungsmethoden der Architektur auf die bestehende räumliche Struktur von Erstaufnahmestellen, Bundesbetreuungsstellen, Fluchträume, Zwischenräume, Flüchtlingslager, Asylheime, Schubhaftzentrem und Übergangsheime angewendet werden.

Die Dokumentation soll abbilden ohne zu werten. Der Raum soll als Architektur betrachtet werden, dargestellt in technischen Zeichnungen und Beschreibungen. Dem gegenübergestellt werden kommentarlos Auszüge aus Gesetzestexten und Verordnungen. Der IST-Zustand wird so in einen IDEE-Zustand verrückt. Die Darstellung ver-fremdet, idealisiert das zu untersuchende Objekt, verändert den Kontext der Betrachtung. Die Realität kommt in dieser Darstellung der Gesellschaft in einem neuen, anderen Zustand nahe – als Planung, als Zeichnung,  als Ziel, als Form, als Absicht.

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Europan 10, Utrecht

Can architecture change the world?
The urban planning of the 50ties and 60ties was brute, based on courage to create a better world. Today we know it better: Just to have good intentions is not enough.Architecture is perfectly fulfilling the needs of the market: as a glamorous diva, as a high gloss art object, as a theoretical dream, or as a product of – so called- serious architects. So what? The forceless force of the better architecture!?
Taking Utrecht, we want to examine how architecture could change the district of Kanaleneiland.

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ARM21

Umbau und Erweiterung eines Objektes in 1190 Wien. Realisierung Mai 2007 – Juni 2008

Ein Winzerhaus, in den 50er Jahren des 20. Jh. nachhaltig verstümmelt. Geschichtsträchtiger Boden, auf dem in kleiner Runde 1955 der Staatsvertrag ausgetüftelt wurde. Eine Bauordnung, die das Objekt in seiner überkommenen Situierung nicht nochmals genehmigen würde. Ein Bauherr, der höchste Ansprüche an Wohnkomfort und technische Ausstattung legt. Selten bekommt man die undankbare Aufgabe solche Projekte zu realisieren.

Und doch blickt man später freudig auf das gelungene Resultat zurück. Unter Erhaltung der umfeldbezogenen Architektur und Ausstattungsdetails wurde ein zeitgemäßes Privathaus errichtet. Zur Strasse blickt das Winzerhaus – zum Garten blickt vor Allem das Innere. Die Technik bleibt versteckt.

© Markus Pölzl

all pix © Markus Pölzl

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Haus B.

Entwurfsstudie Einfamilienhaus 2009

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Dominikanerkirche Wien

Konzepterstellung zur Fassadensanierung des Konvents der Dominikaner in Wien und der Kirche Santa Maria Assunta, 1010 Wien, Postgasse 4. Begleitung der Ausführung

Die letzte unberührte Barockfassade einer Basilika in Wien. Stark überarbeitet im Laufe Ihrer wechselvollen Geschichte vom 13.Jh. bis Heute. Und doch zeigten sich bei näherem Hinsehen die Details in unverfälschter Natur. Selten wird einem die Zeit gelassen sich intensiv mit den historischen und technischen Details einer umfassenden Objektsanierung zu beschäftigen. Hier war dies der Fall. Neben den üblichen Anforderungen an die Ausführenden, bei einem Bauvorhaben dieser Größe, wurde vor Allem den restauratorischen Aufgabestellungen Rechnung getragen.

Gemeinsam mit den Baustoffproduzenten wurden Materialien entwickelt, die ästhetisch und technische dem Bestand entsprechen. Das Ergebnis zeigt ein barocke Basilika, wie sie Ende des 17 Jh. konzipiert wurde – mit allen Änderungen einer wechselvollen Geschichte.

 

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Schloss Niederleis NÖ

Konzepterstellung zur Sanierung Schloss Niederleis. Restauratorische Arbeiten. Begleitung der Ausführung.

Errichtet über 800 Jahre – Zug um Zug. Saniert in fast einem Jahrzehnt – behutsam. Im Laufe der Befundungsarbeiten entdeckten wir die Stuckfassade des 16. Jh. und beschlossen, diese wiederherzustellen. Ein Verputz der nicht ehrlicher sein kann. Aufgetragen, stehengelassen. Er soll von nun an altern wie seine Umgebung.

Jedem Objekt die Oberfläche, die es verdient hat. In diesem Falle die originalen Sande, die historische Verarbeitungstechnik und ein hoher restauratorischer Aufwand. Die Größe schuldet uns die Wartbarkeit. Für die nächsten 800 Jahre.

 

 

 

 

 

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Schloss Niederfellabrunn NÖ

Für den Mitbesitzer wurde im Objekt eine Wohneinheit auf 120qm substantiell saniert. Gleichzeitig wurde für das Objekt nach eingehender Befundung ein Sanierungskonzept erarbeitet und an der Südfassade mit den Arbeiten begonnen.

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MAU 1 … aus Trümmern wiedererstanden

Ausstellungsarchitektur, Kartause Mauerbach

Anlässlich des Jubiläumsjahres „50 Jahre Staatsvertrag“ veranstaltete das Bundesdenkmalamt in den Restaurierwerkstätten Baudenkmalpflege die Ausstellung „aus Trümmern wiedererstanden“. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Kriegszerstörung denkmalgeschützter Objekte und deren Schicksale über die vergangenen Jahrzehnte. Ausstellungsort waren die Kaisersäle der ehemaligen Kartause Mauerbach in Niederösterreich.

Der historischen Umgebung gegenüber wurde eine zeitgemäße Ausstellungsarchitektur geschaffen, die in ihrer Formensprache die vielfältige Natur der unterschiedlichen Exponate aufnahm und diese möglichst unverfälscht präsentierte. Als besondere Herausforderung wurden dabei die unterschiedlichen konservatorischen Bedüfnisse der Ausstellungsstücke, von lebensgroßen Steinskulpturen des Mittelalters bis zu handcolorierten Plänen des 19 Jahrhunderts, berücksichtigt.

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